
700 Meter Laubschutz am Finanzamt Neu-Ulm – und sanierte Regensinkkästen
Laub setzte die Dachentwässerung immer wieder zu. Drei Tage auf dem Hallendach: Regensinkkästen gespült, gefräst und mit Inliner ausgekleidet – und 700 Meter Laubschutz verlegt.
Warum Laub auf einem Hallendach zum Dauerproblem wird
Ein Hallendach sammelt Regen über eine große Fläche und führt ihn an wenigen Punkten ab. Rund um das Gebäude stehen Bäume. Deren Laub bleibt nicht oben liegen – es nimmt denselben Weg wie das Wasser: in die Rinne und von dort in die Regensinkkästen. Dort bleibt es.
Anfangs merkt das niemand. Dann läuft die Rinne bei kräftigem Regen über, später steht das Wasser auf dem Dach, statt abzulaufen. An diesem Punkt wurden wir gerufen: Die Verstopfungen kamen immer wieder.
Der Befund: die Regensinkkästen liefen nicht mehr frei ab
Ein Regensinkkasten sitzt zwischen Dachrinne und Fallleitung und hat einen Schlammfang. Der soll grobes Material zurückhalten, bevor es in die Leitung wandert – und genau das hatte er getan, nur hatte ihn über die Jahre niemand geleert.
Spülen allein reichte nicht. Was fest an der Wandung saß, ließ sich mit Wasser nicht mehr lösen.
Spülen, fräsen, auskleiden
Drei Schritte, in dieser Reihenfolge. Gespült wurde zuerst – das trägt aus, was lose ist. Gefräst wurde dort, wo das Spülen nicht weiterkam: Die feste Ablagerung haben wir mechanisch abgetragen, bis die Wandung wieder frei war.
Danach haben wir die Sinkkästen mit einem Inliner ausgekleidet – eine Auskleidung, die im Bauteil aushärtet, ohne dass etwas aufgestemmt oder ausgetauscht werden muss. Das ist bereits Kanalsanierung und läuft bei uns über die dafür eingerichtete Schwesterwebsite.
700 Meter Laubschutz – damit es dabei bleibt
Eine freie Leitung löst das Problem von heute. Das Laub kommt im nächsten Herbst wieder, und dann beginnt dasselbe von vorn. Deshalb blieb es nicht bei der Reinigung.
Wir haben 700 Meter Laubschutz in die Dachrinnen gelegt – teils als Gitterroste, teils als Rollenware, je nach Rinnenabschnitt. Das Laub bleibt damit oben auf der Abdeckung, wo Wind und Regen es wegtragen, statt in den Sinkkasten zu laufen, an den man nur mit Technik herankommt.
Wartungsfrei ist auch das nicht. Aber es verschiebt die Arbeit von der Stelle, die man aufwendig öffnen muss, auf eine, die man sieht.
Aufnahmen vom Dach
Die Bilder stammen von diesem Einsatz. Verändert ist daran nichts.



Der Einsatz im Überblick
| Objekt | Finanzamt Neu-Ulm |
| Zeitpunkt | Ende September 2026 |
| Anlass | Wiederkehrende Verstopfungen der Dachentwässerung durch Laub |
| Befund | Die Regensinkkästen liefen nicht mehr frei ab |
| Arbeiten | Spülen, Fräsen und Auskleiden mit Inliner |
| Zusätzlich | 700 Meter Laubschutz in die Dachrinnen gelegt |
| Dauer | 3 Tage vor Ort |
Kurz beantwortet
Was ist ein Regensinkkasten?
Der Übergang von der Dachrinne in die Fallleitung. Er hat einen Schlammfang, der grobes Material zurückhalten soll, damit es nicht in die Leitung gelangt. Wird er nicht geleert, setzt er sich zu – und dann staut sich das Wasser oben auf dem Dach.
Warum muss ein Sinkkasten gefräst werden, wenn Spülen nicht reicht?
Spülen trägt loses Material aus. Was fest an der Wandung sitzt, löst Wasser allein nicht mehr. Dann fräsen wir die Ablagerung mechanisch ab, bevor weitergearbeitet wird.
Was bringt Laubschutz in der Dachrinne?
Er hält grobes Laub oben, statt es in Sinkkasten und Fallleitung laufen zu lassen. Wartungsfrei wird eine Rinne dadurch nicht – das Laub muss weiterhin von der Abdeckung herunter. Aber es landet nicht mehr dort, wo man nur mit Technik hinkommt.
Arbeiten Sie auch auf großen Gewerbe- und Behördendächern?
Ja. Am Finanzamt Neu-Ulm waren wir drei Tage auf dem Hallendach. Voraussetzung ist ein gesicherter Zugang und, je nach Dach, eine Absturzsicherung.