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Rückstauklappe einbauen und warten – Kosten, Pflichten, Ablauf

Wenn der Kanal bei Starkregen volläuft, drückt das Abwasser zurück ins Haus. Wir bauen die passende Rückstausicherung fachgerecht ein, prüfen sie und warten sie – damit sie im Ernstfall auch hält.

Bevor der Keller absäuft: der richtige Schutz

Es sind oft die Sommergewitter, die den größten Schaden anrichten: Innerhalb von Minuten fällt so viel Regen, dass der öffentliche Kanal die Wassermassen nicht mehr fasst. Der Kanal staut sich bis zur Straßenoberkante zurück – und sucht sich den Weg des geringsten Widerstands. Der führt oft direkt in Ihr Haus: über den Bodenablauf in der Waschküche, die Kellerdusche oder das Gäste-WC im Untergeschoss. Was dann aus den Abläufen drückt, ist verschmutztes Abwasser aus dem Kanal.

Der Schaden geht schnell in die Tausende – und viele Gebäudeversicherungen zahlen nur, wenn eine funktionierende Rückstausicherung vorhanden und gewartet war. Die gute Nachricht: Vorbeugen ist unkompliziert und vergleichsweise günstig. Wir beraten Sie, welcher Schutz zu Ihrem Gebäude passt, und bauen ihn fachgerecht ein.

Typische Räume und Anschlüsse unterhalb der Rückstauebene:

  • Bodenabläufe in Waschküche, Heizungsraum oder Garage
  • Kellertoiletten, Duschen und Waschbecken im Untergeschoss
  • Kellerwohnungen und ausgebaute Souterrain-Räume
  • Lichtschächte, Kellerabgänge und Tiefgaragen mit Bodeneinläufen
  • Gewerbliche Kellerflächen, Lager und Technikräume

Rückstauklappe oder Hebeanlage – wir finden die passende Lösung

Nach DIN EN 12056-4 und DIN 1986-100 müssen alle Entwässerungsgegenstände unterhalb der Rückstauebene – in der Regel die Straßenoberkante am Anschlusspunkt – gegen Rückstau gesichert werden. Welche Technik dafür richtig ist, hängt von der Nutzung der Räume ab.

Ein Rückstauverschluss (Rückstauklappe) ist die richtige Wahl, wenn bei Rückstau kurzzeitig auf die Entwässerung verzichtet werden kann – etwa bei selten genutzten Kellerräumen. Für dauerhaft genutzte Räume und fäkalienhaltiges Abwasser ist eine automatische Abwasserhebeanlage die sichere Lösung: Sie hebt das Abwasser über die Rückstauebene und bleibt auch bei vollem Kanal funktionsfähig. Wir schauen uns Ihre Leitungsführung an – bei Bedarf mit Kamera-Inspektion – und empfehlen ehrlich, was für Ihr Haus sinnvoll ist.

Schema: Haus mit Rückstauebene – Entwässerung ober- und unterhalb der Rückstauebene

Rückstauschutz im Einsatz

Rückstausicherung im Bodenablauf – Schnittdarstellung mit Rückstauverschluss
Bodenablauf mit integriertem Rückstauverschluss
Rückstausicherung zur Rohrmontage in der Abwasserleitung
Rückstauverschluss zum Einbau in die Leitung
S.T.A Monteur beim Einbau einer Rückstausicherung in die Abwasserleitung
Fachgerechter Einbau durch unser Team
Rückstausicherung im Schnittmodell – Rückstauklappe im Gehäuse
Aufbau einer Rückstausicherung im Schnittmodell

Darauf können Sie sich bei jedem Einsatz verlassen

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Moderne Technik, sorgfältige Ausführung und ein sauber hinterlassener Arbeitsplatz.

Rückstausicherung in Ulm: Starkregen wird häufiger

Zwischen Donau, Iller und Blau ist die Region Ulm bei Starkregen doppelt gefordert: Kurze, heftige Gewitter bringen die Mischwasserkanäle an ihre Grenzen, und in tiefer gelegenen Lagen – von der Ulmer Innenstadt über Söflingen und Wiblingen bis nach Neu-Ulm – staut sich das Wasser dann bis in die Keller zurück. Wer im Untergeschoss wohnt, arbeitet oder lagert, sollte deshalb nicht auf den Ernstfall warten.

Wir rüsten Bestandsgebäude mit passenden Rückstauverschlüssen und Hebeanlagen nach, planen den Schutz bei Neubau und Kellerausbau gleich mit ein und übernehmen die vorgeschriebene Wartung bestehender Anlagen. Verläuft eine Leitung unklar oder ist der Zustand ungewiss, klären wir das vorab mit Kamera-Inspektion und Ortung – und auf Wunsch prüfen wir die Leitung anschließend per Dichtheitsprüfung. Alles mit eigenem Team und eigener Technik – Hand in Hand mit regionalen und qualifizierten Partnern.

Was der Einbau einer Rückstauklappe kostet

Der Preis hängt weniger vom Bauteil ab als von der Frage, wo es eingebaut werden muss. Die Klappe selbst ist im Verhältnis günstig – aufwendig wird es, wenn erst ein Zugang zur Leitung geschaffen werden muss. Diese Größen bestimmen die Kalkulation:

EinflussgrößeGünstiger FallAufwendiger Fall
EinbauortVorhandener Revisionsschacht oder freiliegende Leitung im KellerLeitung unter der Bodenplatte, Aufbruch nötig
Art der SicherungRückstauklappe in die bestehende LeitungHebeanlage mit Stromanschluss und Steuerung
AbwasserartNur Regen- oder GrauwasserFäkalienhaltiges Abwasser (höhere Anforderungen)
Zustand der LeitungIntakt, sauber, richtiges GefälleVorher Reinigung oder Sanierung erforderlich
ZugänglichkeitKeller trocken und frei geräumtEnge Schächte, verbaute Technikräume

Deshalb nennen wir keine Pauschale ins Blaue. Wir schauen uns die Situation an, sagen Ihnen, welche Lösung technisch überhaupt in Frage kommt, und nennen den verbindlichen Preis vor Arbeitsbeginn. Wie wir generell kalkulieren, steht auf unserer Preisseite.

Der teuerste Fehler ist der falsche Einbauort. Eine Rückstauklappe schützt nur das, was hinter ihr liegt. Sitzt sie zu weit hinten, laufen die davorliegenden Abläufe trotzdem voll. Sitzt sie in der Hauptleitung, obwohl darüber Räume ohne Rückstaugefahr entwässern, kann sich das Abwasser der oberen Etagen im Haus stauen, wenn die Klappe schließt. Wo das Bauteil hingehört, entscheidet sich am Leitungsplan – nicht am Katalog.

Wartung: was viele erst nach dem Schaden erfahren

Eine Rückstausicherung ist ein bewegliches Bauteil in einer Umgebung aus Fett, Papier und Ablagerungen. Genau dort, wo sie dicht schließen soll, sammelt sich mit der Zeit alles, was die Dichtung am Schließen hindert: ein Feuchttuch, das sich um die Klappe legt. Eine Fettschicht auf der Dichtlippe. Korrosion an der Mechanik. Die Klappe sieht dann noch aus wie neu – und hält trotzdem nicht.

Deshalb schreiben die einschlägigen Regelwerke eine regelmäßige Wartung durch einen Fachkundigen vor, üblicherweise zweimal jährlich. Das ist keine Förmlichkeit: Viele Gebäudeversicherer knüpfen die Leistung bei Rückstauschäden an den Nachweis, dass die Sicherung vorhanden und gewartet war. Wer den Nachweis nicht erbringen kann, steht nach dem Schaden schlechter da, als er denkt.

Was wir bei der Wartung prüfen

  • Dichtungen und Dichtflächen – der häufigste Grund, warum eine Klappe im Ernstfall nicht hält.
  • Beweglichkeit der Verschlussklappen, inklusive Notverschluss von Hand.
  • Zustand der Mechanik: Federn, Lager, Anschläge, bei elektrischen Anlagen zusätzlich Motor, Sonde und Signalgeber.
  • Reinigung des Bauteils und der unmittelbaren Leitungsumgebung.
  • Funktionsprobe mit anschließender Dokumentation für Ihre Unterlagen und Ihre Versicherung.

Wir warten dabei auch Anlagen, die nicht von uns eingebaut wurden – gängige Bauarten und Fabrikate sind uns vertraut. Wenn ein Bauteil am Ende seiner Lebensdauer ist, sagen wir Ihnen das, statt es noch ein Jahr weiterlaufen zu lassen.

Klappe oder Hebeanlage – was passt bei Ihnen?

Die Frage entscheidet sich an einem einzigen Punkt: Wie viel Abwasser fällt unterhalb der Rückstauebene an, und kann man darauf im Ernstfall verzichten?

Eine Rückstauklappe verschließt die Leitung, wenn Wasser aus dem Kanal zurückdrückt. Das schützt zuverlässig – aber solange sie geschlossen ist, kann auch kein Abwasser aus dem Haus abfließen. Für einen Kellerabfluss, eine Waschküche oder eine Garageneinfahrt ist das unproblematisch: Man wartet die halbe Stunde ab, bis der Starkregen durch ist.

Eine Hebeanlage pumpt das Abwasser dagegen über die Rückstauebene hinweg in den Kanal und funktioniert deshalb auch dann weiter, wenn der Kanal voll ist. Sie ist die richtige Wahl, sobald unterhalb der Rückstauebene Räume liegen, die tatsächlich genutzt werden – eine Einliegerwohnung mit Bad, ein WC im Untergeschoss, eine Gewerbeeinheit. Der Preis dafür: Sie braucht Strom, Platz und regelmäßige Wartung.

In vielen Häusern ist die Kombination die beste Lösung – Hebeanlage für die genutzten Räume, Klappe für die reinen Entwässerungspunkte. Was bei Ihnen sinnvoll ist, sehen wir, sobald wir den Leitungsverlauf kennen. Ist der unklar, klären wir ihn vorab per Kamera-Inspektion oder Ortung.

Erst die Leitung, dann das Bauteil

Eine Rückstausicherung in eine Leitung einzubauen, die ohnehin schon zugesetzt ist, verschiebt das Problem nur. Wenn wir beim Einbau Ablagerungen, Wurzeleinwuchs oder ein falsches Gefälle vorfinden, sprechen wir das an – häufig ist eine vorherige Kanalreinigung die günstigere Reihenfolge. Was Sie bei akutem Rückstau sofort tun können, steht in unserem Ratgeber Rückstau im Keller; die Wartungsseite dazu finden Sie unter Rückstauklappe warten.

Häufige Fragen zur Rückstausicherung

Was ist eine Rückstausicherung und warum brauche ich sie?

Bei Starkregen kann der öffentliche Kanal volllaufen. Das Abwasser drückt dann zurück in tiefer liegende Räume und tritt über Bodenabläufe, Kellertoiletten oder Duschen aus. Eine Rückstausicherung – etwa eine Rückstauklappe oder eine Hebeanlage – verhindert genau das. Für alle Entwässerungsgegenstände unterhalb der Rückstauebene (in der Regel Straßenoberkante) ist ein Schutz nach DIN EN 12056 und DIN 1986-100 vorgeschrieben.

Rückstauklappe oder Hebeanlage – was ist besser?

Das hängt von der Nutzung ab. Ein Rückstauverschluss (Rückstauklappe) eignet sich für selten genutzte Räume, in denen bei Rückstau kurzzeitig auf die Entwässerung verzichtet werden kann. Für dauerhaft genutzte Räume – etwa Kellerwohnung, Waschküche oder Gäste-WC – ist eine automatische Abwasserhebeanlage die sichere Lösung, weil sie das Abwasser über die Rückstauebene pumpt und den Betrieb nicht unterbricht. Wir prüfen Ihre Situation vor Ort und empfehlen die passende Variante.

Muss eine Rückstausicherung gewartet werden?

Ja. Nach DIN 1986-100 sind Rückstauverschlüsse regelmäßig – üblicherweise halbjährlich – zu prüfen und zu warten. Verschmutzte oder verschlissene Dichtungen können sonst im Ernstfall versagen. Wir übernehmen Einbau, Wartung und Funktionsprüfung mit Dokumentation, auch für Hausverwaltungen und Gewerbe.

Was kostet der Einbau einer Rückstauklappe?

Das hängt vor allem vom Einbauort ab: Liegt die Leitung frei oder ist ein Revisionsschacht vorhanden, ist es deutlich günstiger, als wenn erst die Bodenplatte geöffnet werden muss. Wir sehen uns die Situation an und nennen den verbindlichen Preis vor Arbeitsbeginn.

Wie oft muss eine Rückstauklappe gewartet werden?

Die einschlägigen Regelwerke sehen eine regelmäßige Wartung durch einen Fachkundigen vor, üblicherweise zweimal jährlich. Das ist auch versicherungsrelevant: Viele Gebäudeversicherer verlangen bei Rückstauschäden den Nachweis, dass die Sicherung vorhanden und gewartet war.

Warten Sie auch Anlagen, die Sie nicht eingebaut haben?

Ja. Die gängigen Bauarten und Fabrikate sind uns vertraut. Wir prüfen Dichtungen, Mechanik und Funktion, reinigen das Bauteil und dokumentieren die Wartung für Ihre Unterlagen.

Rückstauklappe oder Hebeanlage – was ist besser?

Das hängt davon ab, ob unterhalb der Rückstauebene Räume liegen, die tatsächlich genutzt werden. Für Kellerabfluss oder Waschküche genügt meist eine Klappe. Sobald dort ein Bad, WC oder eine Wohnung entwässert, ist eine Hebeanlage die richtige Wahl, weil sie auch bei vollem Kanal weiterarbeitet.

Zahlt die Versicherung ohne Rückstausicherung?

Das entscheidet Ihr Versicherer, und die Bedingungen unterscheiden sich. Verbreitet ist, dass eine vorhandene und nachweislich gewartete Rückstausicherung Voraussetzung für die Leistung ist. Prüfen Sie Ihre Police und heben Sie unsere Wartungsdokumentation auf.

Verstopfung oder Rohrproblem in Ulm?
Wir helfen sofort – Tag und Nacht.

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