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Dichtheitsprüfung vor dem Immobilienkauf: wann sie sich lohnt

Ein versteckter Rohrschaden kann den Immobilienkauf zum teuren Risiko machen. Wir erklären, wann eine Prüfung der Grundleitungen sinnvoll ist – und was sie Ihnen bringt.

Ratgeber · 9. Juli 2026 · Lesezeit ca. 6 Min.

Beim Immobilienkauf werden Dach, Fassade und Heizung genau geprüft – die Abwasserleitungen im Erdreich dagegen fast nie. Dabei ist ein versteckter Rohrschaden schnell ein fünfstelliges Risiko. Wir erklären, wann sich eine Prüfung der Grundleitungen vor dem Kauf lohnt und was sie Ihnen bringt.

Der blinde Fleck beim Hauskauf

Grundleitungen liegen unsichtbar unter Bodenplatte und Garten – man sieht ihnen ihren Zustand nicht an. Gerade im Ulmer Altbaubestand stammen sie oft noch aus der Erbauungszeit: Ton- oder Betonrohre mit gemufften Verbindungen, in die über Jahrzehnte Wurzeln eingewachsen sind oder die sich gesetzt haben. Wer hier ungeprüft kauft, übernimmt das Risiko mit.

Was wird geprüft – und wie?

Es gibt zwei sich ergänzende Verfahren:

  • Kamera-Inspektion: Eine TV-Kamera fährt durch die Leitung und macht Risse, Wurzeln, Muffenversätze und Ablagerungen sichtbar – mit Videodokumentation. Ideal für einen schnellen Zustands-Überblick vor dem Kauf.
  • Dichtheitsprüfung nach DIN 1986-30 / DIN EN 1610: Der normgerechte Nachweis, ob die Leitung wirklich dicht ist – mit Prüfprotokoll, das auch gegenüber Behörden und Versicherungen zählt.

Wann sich die Prüfung besonders lohnt

  • Bei Altbauten mit alten Grund- und Hausanschlussleitungen
  • Wenn große Bäume auf oder neben dem Grundstück stehen (Wurzelgefahr)
  • Bei bekannten, wiederkehrenden Verstopfungen in der Vergangenheit
  • Vor einer geplanten Sanierung oder Aufstockung

Was Ihnen der Befund bringt

Eine Stunde Inspektion schafft Verhandlungssicherheit, die sich mehrfach auszahlt: Zeigt die Kamera einen Schaden, ist das ein handfestes Argument am Verhandlungstisch – und Sie wissen vorab, welche Kosten auf Sie zukommen. Zeigt sie eine intakte Leitung, kaufen Sie mit gutem Gewissen. Und falls saniert werden muss, geht das meist grabenlos – ohne den frisch gekauften Garten aufzureißen.

Tipp: Lassen Sie die Prüfung vor der Beurkundung durchführen. Danach ist ein entdeckter Schaden Ihr Problem – vorher ist er ein Verhandlungsargument.

Was kostet das – und lohnt es sich?

Die Kosten einer Kamera-Inspektion sind überschaubar und richten sich nach Länge und Zugänglichkeit der Leitung. Im Verhältnis zu einem später entdeckten Rohrbruch ist die Prüfung fast immer die deutlich günstigere Wahl. Eine Einordnung finden Sie in unserem Kosten-Ratgeber; für Ihren Fall nennen wir Ihnen die Konditionen vorab am Telefon.

Kurz beantwortet

Kamera-Inspektion oder Dichtheitsprüfung – was brauche ich vor dem Kauf?

Für einen schnellen Überblick über den Zustand genügt meist die Kamera-Inspektion. Wenn Sie einen normgerechten Nachweis brauchen – etwa für Behörden oder die Versicherung – ist zusätzlich die Dichtheitsprüfung nach DIN sinnvoll. Wir beraten Sie, was in Ihrem Fall reicht.

Kann ich die Prüfung als Käufer vor dem Notartermin verlangen?

Ja, mit Zustimmung des Eigentümers ist das üblich und sinnvoll. Vor der Beurkundung ist ein entdeckter Schaden ein Verhandlungsargument – danach tragen Sie das Risiko. Sprechen Sie das Thema früh im Kaufprozess an.

Muss für die Prüfung etwas aufgegraben werden?

Nein. Wir arbeiten über vorhandene Schächte und Revisionsöffnungen. Die Kamera fährt durch die bestehende Leitung – ganz ohne Aufgrabung.

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Wir helfen sofort – Tag und Nacht.

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